Während der Konflikt im Nahen Osten eskaliert und die Straße von Hormus blockiert wird, prüft Peking seine Energie-, Wirtschafts- und Außenpolitik neu. Der frühere Top-Diplomat Cui Hongjian erklärt, warum ein regionaler Krieg China zum Eingreifen zwingen könnte – und weshalb Peking trotz Energiekrise nicht stärker auf Russland setzt. Der Krieg um Iran verändert die geopolitische Lage weltweit. Mit der Blockade der Straße von Hormus gerät eine zentrale Energieader für Asien unter Druck. Gleichzeitig kämpft China mit wirtschaftlichen Problemen im Inland und wachsendem strategischen Wettbewerb mit den USA. Im Gespräch erklärt der ehemalige Diplomat Cui Hongjian, wie Peking die Krise bewertet – und welche Rolle Europa, Russland und Washington in Chinas Kalkül spielen.